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Autor Thema: Frage: Was kann das sein?  (Gelesen 818 mal)
Adramelec
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« am: 05. Juni 2010, 18:10:44 »

Hallo!

Mein Teju hat in den letzten Wochen zwar täglich Futter genommen, aber weniger als sonst. Auch gekotet hat er meistens erst nach 3-4 Tagen, dabei war der Kot eher hart und trocken und Flüssigkeit/Urin hat er extra/seperat abgegeben. Habe gedacht dass er vielleicht in Winterruhestimmung ist und deswegen der Stoffwechsel runterfährt..
Letzte Kotuntersuchung ist 2 Monate her wo festgestellt wurde dass der Candidagehalt etwas höher liegt aber nicht behandelt werden muss.

Die letzten Tage hat er wieder täglich gekotet aber eher weicher ( was ich darauf schiebe dass ich ihm viel Ananas gefüttert hab ).
Eben hat er wieder gekotet und ich bekam fast nen Herzanfall weil etwas von der Kloake draussen blieb.. hab ihn gleich in ne Schüssel mit warmen Wasser gesetzt und alles ging sofort wieder rein ( nein es waren nicht die Hemipenes ).. jetzt gehts ihm augenscheinlich wieder gut, werd aber am Montag gleich beim Tierarzt anrufen.

Hat jemand Tipps oder Erfahrung was das sein könnte oder was ich machen kann/soll?
Wäre um Hilfe wirklich dankbar ó.ò

LG
Nico
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« Antworten #1 am: 06. Juni 2010, 16:01:14 »

So.. nach ner unruhigen Nacht meinerseits ist mein Kleiner heute wieder munter, neugierig und hungrig aus der Höhle gekommen, hat auch ganz normal Futter genommen und zeigt keinerlei Anzeichen dass etwas nicht stimmen könnte.

Hab ihn aber zur Sicherheit mal in die Badewanne mit warmen Wasser gesetzt.. hat ihm nicht so gefallen, schon allein weil ich ihn getragen hab Zwinkernd
Hat auch relativ schnell sein Geschäft ( normale Konsistenz) gemacht und zum Glück ohne dass zuviel rauskam o_o

Könnte das eine einmalige Sache gewesen sein?
Er drückt halt immer sehr stark ( hab ich zumindest das Gefühl ).

Werd ihn auf jedenfall weiter beobachten.

LG
Nico
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« Antworten #2 am: 07. Juni 2010, 17:11:03 »

Hi Nico,

wenn er offensichtlich Verdauungsprobleme hat würde ich die Futterration ein wenig runterfahren.
Ein Teju braucht nicht täglich was zu futtern. Fastentage tun den Tieren auch gut. Hungrige Tiere sind aktiver und das unterstützt auch den Stoffwechsel.

Gute Besserung für Deinen Teju!
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« Antworten #3 am: 07. Juni 2010, 23:24:58 »

Hallo Tupinambinae,

Danke für deine Antwort und die guten Wünsche Smiley

Ich schreib mal was er so normal bekommt:

Montags:  1 Ei angekocht, manchmal mit Nudeln
Dienstags: 3-4 Brocken Fleisch ( Rind oder Geflügel )
Mittwoch: nichts
Donnerstag: Obst
Freitag: Rinderhack mit Gemüse vermischt
Samstag: Obst und Gemüse
Sonntag: Obst, manchmal Insekten

Wird normalerweise mit diversen Mittelchen angereichert um eine Unterversorgung vorzubeugen.

Hab jetzt auch mal Eintagsküken und Mäuse bestellt.. ist halt doof bei mir weil ich kein Auto hab und die Sachen nicht frisch holen kann.. das letzte mal per Post waren die Mäuse schon stark angetaut und da bin ich dann halt schon vorsichtig .

Der Arzt mit dem ich Heute telefoniert hab meinte, dass das einmalig sein kann und versuchte mich erstmal zu beruhigen.. soll ihn halt momentan gut beobachten und wenns wieder passiert dann halt gleich in eine Notklinik weil dann muss es eventuell operiert werden Traurig
Muss mal schaun ob ich nicht einen Reptilienkundigen Doc in der Nähe hab der Hausbesuche macht.. weil will ihm ungern den Stress bereiten ne Stunde mit der Bahn zu fahren.

LG
Nico
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« Antworten #4 am: 08. Juni 2010, 11:00:37 »

Soweit ich mich erinnern kann, müsstest du jetzt ein semiadultes Tier besitzen?

Ich bin kein Tierarzt und auch kein Ernährungsexperte, aber für mich ist dein Fleischanteil viel zu hoch.
 
Ich weis, bei Köhler/Langewerf wird das so ähnlich empfohlen, nur muss man einfach bedenken, dass Bert Tausende von Echsen zu versorgen hatte.
Leider zieht diese Fehlinformation durch die Tejuszene und ist nur schwierig aus den Köpfen zu bekommen.

Bei der Aufzucht orientiert man sich am besten an dem was die heranwachsenden Tejus in der Natur so vertilgen.
In freier Wildbahn sieht die Ernährung von ganz grob formulierte für juvenile T. merianae wie folgt aus:

ca. 50% Insekten
ca. 5% Schnecken, Maden und Larven
ca. 30% Früchte
ca. 15% Wirbeltiere (Hauptsächlich Kleinsäuger, kaum Vögel)

Du wirst sehen, dein Teju wird viel agiler wenn du die Ernährung umstellst.

weiterführende Literatur: Kiefer MC, Sazima I. 2002. Diet of juvenile tegu lizard Tupinambis merianae (Teiidae) in southeastern Brazil. Amphibia-Reptilia 23:105–108)
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« Antworten #5 am: 08. Juni 2010, 13:22:17 »

Er ist jetzt ca 15 Monate alt, ist das schon semiadult? ^^'

Von der Grösse her ist er knapp 115cm und ca 2,5kg Gewicht.

Also sollte ich Fleisch nur einmal die Woche reichen? Und auch weniger Obst?

Ist halt so dass er von Insekten scheinbar nicht wirklich gesättigt wird und dann auch relativ aggressiv auf jede Bewegung reagiert.
Aber wenns ihm dadurch gesundheitlich besser geht mach ich das natürlich Smiley

Die Eintagsküken sind heute gekommen.. sind ja schon grösser als gedacht.. zerkleinert ihr die eigentlich oder gebt ihr die im Ganzen?
Hab da schon Bedenken ( trotz seinem grossen Maul Zwinkernd ) dass er sich dran verschluckt o_O


LG
Nico
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« Antworten #6 am: 08. Juni 2010, 14:22:09 »

Eigentlich ist er schon fast Adult. Das ändert aber nicht so viel an der Diät (der Obstanteil wird höher und der Insektenanteil niedriger).

Von Fleisch stand da nix. Fleisch hat ein miserables Ca:Pho Verhältnis und gehört selten zum natürlichen Futter. Also eher gar kein Fleisch. Lieber sparsamer ganze Kleinsäuger und Geflügel.

Wie schon erwähnt, einer satter Teju ist nicht das Ziel. In der Wildnis wäre ein träger Teju keinen Tag überlebensfähig.

Die verschlucken sich eher nicht, aber zerteilen schadet auch nicht wenn es dich beruhigt.
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« Antworten #7 am: 08. Juni 2010, 15:52:47 »

Also kann ich weiterhin 3 mal die Woche Obst füttern.. ich mein Schaden kanns ja nicht.. nur übertreiben halt nicht mehr, so wie mit der Ananas ^^
Wenn ich ihm Fleisch fütter dann nur mageres Rind oder Geflügel und das normalerweise angereichert mit Calcium, hab halt immer bedenken gehabt mit Mäusen.

Hab ihm vorhin mal ein Eintagsküken gegeben und er hats auch ohne Probleme im Stück verschlungen, von daher bin ich da nun auch beruhigt Smiley

Ist halt echt das Problem dass man sich halt versucht danach zu richten was die breite Masse macht ( und in diversen Foren werden die Tejus ja förmlich mit "ground Turkey" und Mäusen gemästet), aber das ist halt leider nicht immer das richtige.

LG
Nico
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« Antworten #8 am: 09. Juni 2010, 09:07:51 »

Beim Obst hat man wieder das Problem mit dem Fruchtzucker. Bei herbivoren Reptilien soll man Obst eigentlich komplett vermeiden. Wie schädlich der Fruchtzucker für unsere omnivoren Tejus ist weis ich nicht. In der Natur wird es aber gefressen und somit müsste es auch eigentlich OK sein.

Ich verfüttere so gut wie gar keine Wirbeltiere, aber meine Goldtejus sind auch bedeutend kleiner und benötigen weniger Energie. Gefährliche wird es wenn man mehrere Mäuse verfüttert. Das Gewölle könnte zum Darmverschluss führen, aber da muss man schon einige verfüttern bis das passiert. Gegen eine bis zwei Mäuse alle 1-2 Wochen spricht aber sicherlich nichts.
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« Antworten #9 am: 09. Juni 2010, 10:14:42 »

Genau das ist es halt was mich momentan etwas verunsichert.. das Futter sollte den jeweiligen momentanen Bedingungen des Tejus angepasst sein, aber so genau weiss ja anscheinend niemand wie das geht Zwinkernd
Also denke mit normalem Obst kann man nichts falsch machen, denn in der freien Wildbahn fressen die ja nur Fallobst was ja noch einen höheren Fruchtzuckeranteil hat und teilweise ja schon gärt.

Also 2 Mäuse an einem Tag wäre schon viel.. soviel Fleisch bekommt meiner nie an einem Tag o.O

Denke dass ich ihm in Zukunft wochenweise abwechselnd 1 Maus oder 1 Küken geb und den Insektenanteil wieder etwas erhöhe.

LG
Nico
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